Kuriositäten der Arbeitswelt
Ein geradezu stereotypes und träges "MAHLZEIT" erklingt zur Mittagszeit in Deutschlands Bürofluren, wenn zwei Personen aneinander vorbeihuschen. Irgendwie abgedroschen und reif für diverse Comedysendungen. Ein herzliches "Guten Appetit, Mensch, lass es dir schmecken!" möchte man als Außenstehender rufen. Stattdessen bleibt es beim "Wie ist die Lage?" - "Muss, ne?"…"Und bei Dir?" - "Läuft"…
Derweil sitzen die CEO's und SALES REPRESENTATIVES in einem KICK-OFF-MEETING. PRIO 1 auf der Agenda liegt in der Verbesserung der Beratungs-SKILLS. Es lässt sich dennoch feststellen: "Wir sind mit unserer Stratgie GUT AUFGESTELLT und können mit unseren SPARRINGSPARTNERN im Handel AN DER FRONT vielversprechende PROFITS erzielen." Zusammenfassend gibt es für jeden im Anschluss an die Sitzung ein HANDOUT. Ein kritisches FEED-BACK zur Thematik ist natürlich bis Ende der Woche gern erwünscht.
Es stellt sich einfach die Frage, wann die Grenze zwischen einer gewählten Ausdrucksweise und einer reinen, übertriebenen Profilierung durch die Sprache erreicht ist?! Und wie viel Individualität und Querdenken bringt frischen Wind in den oft so engstirnigen, grauen Büromief?!
Johann
08.03.2008
Diese Art von Artikeln finde ich gut. Darüber kann man doch interessante Diskussionen führen. Auf einer Messe habe ich mitbekommen, wie sich ein privater Konkurrent der FHDW mit einem tollen Konzept brüstete. Man betonte die Tatsache, dass sich in der Hochschule "E-Learningphasen mit Face-to-face-Veranstaltungen abwecheln". Klingt doch grandios. Kriegen wir das als FHDW auch hin, oder ist das zu kompliziert? Eventuell könnten wir uns so von anderen Wettbewerbern abheben! ;-)


